Hans-Jürgens Daimler                                                             Hier geht´s zum Bilderbuch  
     
 

Moin Folks,

Meine Kurzkur ist nun auch schon wieder Geschichte und es hat sich so einiges getan.

Der Große Kühlschrank hat meine Werkstatt verlassen müssen und nach dem Umbau habe ich nun endlich den Platz den ich brauche um den  Schrauberwünschen der Nachbarn und Freunde gerecht werden zu können.

Als erstes kam die Motorhaube von H-J´s Daimler dran. Die hatte ich im Zuge der Rostbehandlung vorn rechts nur anlackiert. Da wir aber einen etwas anderen Farbton bekommen hatten sah das Scheiße aus und somit haben wir beschlossen, dass die Motorhaube komplett lackiert wird. Dazu musste ich aber erst einmal die vier (!) Farbschichten runterholen. Aus irgendwelchen unerfindlichen Gründen war die Motorhaube schon dreimal nachlackiert worden. Also 3 mal Basislack und 3 mal Klarlack. Das war mir definitiv zu viel und so kam die Farbe runter. Nun ist die Haube wieder fit für die nächsten 10 Jahre und für dieses Jahr ist die Lackiererei am Daimler erst einmal abgeschlossen. Wenn es im Frühjahr wieder wärmer wird kommt das Heck vom Benz dran und ich hoffe das die Karre dann endlich fertig ist und ich mit dem alten Benz von H-J weitermachen kann. Der hat am Vorderwagen nämlich die gleichen Probleme wie sein neuer.

Da Hans - Jürgen ja auch viel mit Anhänger fährt sollte die 7polige Steckdose gegen eine 13 polige ausgetauscht werden. Eigentlich ja keine Nummer, wenn H-J da nicht auch noch unbedingt Dauerstrom für seinen Wohnwagen drauf haben wollte.

Leute, war das eine Diskussion! H-J war der felsenfesten Auffassung, das beim Benz das Klemme 30 Kabel schon bis zum Kofferraum liegt und das wir da nur drangehen brauchten. Da war aber nichts und nach Intensiver Suche und dem Studium der Reparaturanleitung war dann auch H-J klar, das ich das Kabel von vorne holen musste. Unter dem Armaturenbrett liegt eine vorgesehene Steckverbindung an die ich dran gehen konnte. So, und um das Kabel vernünftig im vorgesehenen Kabelschacht verlegen zu können durfte ich die Karre eine Tag lang auseinander reißen und wieder zusammen bauen. Und das ganze nur, weil Hans-Jürgen evtl. in 10 Jahren mal wieder mit dem Wohnwagen fahren will.

Aber seht selbst was für eine Aktion das war. Danach war erstmal ein dreifacher Whisky fällig.

     

     

 

Demnächst geht es erst einmal an anderer Stelle weiter. Aber schaut selbst.

 

 
     
 

 

Eigentlich gibt es ja nix Neues zu berichten. Da Hans-Jürgens alter Benz noch in der Werkstatt ist muss der Neue erstmal als Werkstattwagen herhalten. Das soll sich aber wieder ändern wenn der Alte fertig ist. Das war dann am Mittwoch auch der Fall. Meister Gerlach hatte kein Neuteil verwendet, sondern Bandeisen eingeschweißt und nun ist die Achsaufhängung wieder fast wie neu. Also sind wir hingefahren und haben den Patienten wieder abgeholt. H-J`s Mitarbeiter durfte sich nun daran machen den Wagen zu säubern und ihn anschließend wieder mit dem gesamten Werkzeug zu bestücken.

Ich hatte auf der Rückfahrt vom Bodensee schon bemerkt, das der neue Benz leicht nach rechts zieht. Nun hatte H-J`s Frau den Wagen mal gefahren und war zu dem gleichen Ergebnis gekommen. Also geht der Wagen nächste Woche auf den Achsmessstand und wird vermessen.

Eigentlich müssen wir uns noch um das Heck des neuen kümmern, denn auch da lauert schon überall der Rost. Speziell die unteren Kanten der  beiden Heckfenster sind stark verrostet. Hier muss ich mit der Flex und dem Schweißgerät ran um dem Rost den Garaus zu machen. Aber da ist zur Zeit nicht dran zu denken. Mitte der Woche gehe ich in eine Kurzreha und stehe daher nicht zur Verfügung.

Somit kommen diese Arbeiten erst später dran wenn ich wieder zurück bin. Dann kommt auch der alte Benz von H-J auf die Böcke und bekommt vorn links im Kotflügel den Rost ausgetrieben.

Wenn Ihr nun denkt , das es eine ruhige Woche war täuscht Ihr euch.

Pünktlich zum Wochenende schlug Nachbar "Waldi" mit seinem Passat auf. Der hatte keine Lust mehr anzuspringen da der Anlasser es nicht schaffte den Motor durchzudrehen. Und das war auch gut so, denn als Waldi den Wagen am Abend vorher abgestellt hatte, oder als er den Wagen Freitag starten wollte, ist der Zahnriemen übergesprungen und hat die Steuerzeiten verändert. So drehte der Anlasser die Kolben gegen die Ventile, aber den Motor nicht durch. Wenn der gestartet wäre hätte es einen kapitalen Motorschaden zur Folge gehabt. Um sicher zu gehen, dass an den Ventilen und Kolben kein Schaden entstanden war habe ich den Zylinderkopf ausgebaut. Gott sei Dank war an den Teilen keine Beschädigung fest zustellen. Aber da der Kopf sowieso neue Ventilschaftdichtungen bekommen sollte habe ich ihn zerlegt und dabei auch feststellen können warum der Auspuff so laut war. Sämtliche Schrauben der Ansaug- und Abgaskrümmer waren lose. Beim 4. Zylinder des Abgaskrümmer fehlte eine sogar gänzlich, weil da ein Schrauber mal den Stehbolzen abgerissen hatte. Somit durfte ich den ausbohren und das Gewinde mit "Heli Coil" Einsätzen reparieren. Da beim Ausbau noch mehrere Stehbolzen mit heraus kamen summierte sich die Zahl der zu reparierenden Gewinde auf 4.

Als ich vor 15 Jahren mehr Geld als Fußbodenleger verdient habe als mit der Reparatur von Autos habe ich fast mein gesamtes Werkzeug meinem Trauzeugen Steff aus Dänemark geschenkt. Auch das gesamte Ventilwerkzeug für VW Fahrzeuge. Das sollte sich mal wieder rächen, denn Waldis Passat brauchte neue Ventilschaftdichtungen und ich einen Ventilfederspanner. Überschrift: 96 €uronen bei PV Autoteile auf den Tresen und schon konnte ich mit der Arbeit beginnen. So muss ich mir langsam aber sicher einen neuen Werkzeugbestand zulegen.

Seit Samstagabend läuft der Passat wieder und Waldi ist wieder glücklich.

Ein Highlight gab es die Woche noch.

Mittwochnachmittag war Hans-Jürgen bei der Metro einkaufen und hat mir ein "kleines Dankeschön"  mitgebracht

Nun können wir erst einmal die abendlichen Plauderstunden in der Gesellschaft von Herrn Gorbatschow verbringen.

So liebe Schraubergemeinde, das war es erstmal aus dem Polohouse. Wenn ich aus der Kurzkur zurück bin und es Neuigkeiten gibt werde ich weiter berichten.

Bleibt artig bis dahin

Euer Werner

 
     
   

Neue Woche, neue Teile.

Montag Mittag kam die neue Stoßstange für vorn. Nach dem Auspacken dann gleich wieder  die Ernüchterung. Es ist mir völlig unverständlich wie die Leute, sei es der Händler oder der Spediteur, mit den Teilen umgehen. Die Stoßstange musste ich erst einmal, an drei Stellen spachteln bevor ich sie grundieren und lackieren konnte. Neben der Mehrarbeit hat sie mir nach der telefonischen Beschwerde aber eine 30€-Gutschrift gebracht. Somit war der Stoßfänger erst am Dienstag fertig und konnte angebracht werden. H-J hatte nichts besseres zu tun als gleich die neuen Kennzeichchen rüberzuholen und anzubringen. Auch als Fensterbauer sollte man aber darauf achten, dass die richtig angebracht werden und man nicht das vordere mit dem hintern Kennzeichen vertauscht, denn sonst müsste man nur rückwärts fahren, damit die Rennleitung den TÜV-Stempel sehen kann. Aber wir haben es ja noch rechtzeitig gemerkt und konnten das Malheur beheben.

Bei der Überführung des Neuen hatten wir festgestellt, das die Sitzverstellung des Fahrersitzes den Dienst verweigert, und somit kam der Sessel raus und wurde repariert. Ich brauchte dafür lediglich den Rasterhebel etwas zurück zu biegen und das Problem war keines mehr. Nun hatte H-J wieder seinen großen Auftritt und konnte den Bereich unter dem Sitz mit dem Staubsauger bearbeiten. Damit es aber richtig rein wurde habe ich ihm  meinen Tornador (was ist das?) zur Verfügung gestellt.

Unter dem Sitz fanden wir noch einen Produktionsaufkleber. Diese Zettelchen sind immer sehr aufschlussreich, kann man anhand derer doch erkennen wann das Fahrzeug produziert wurde. So wurde unser Sitz am 17. Januar 1996 in der Frühschicht um 6.22 Uhr gebaut. Da kann man darauf schließen, das der noch am selbigen Tage im Fahrzeug verbaut wurde und das der Wagen noch am gleichen Tag das Band im Daimlerwerk Bremen verlassen hat um am 1.April 1996 in der Schweiz das erste Mal zugelassen zu werden.

Mittwoch ging es mit dem neuen und dem alten Benz in die Werkstatt vom Meister Gerlach. Der ist auf Daimler spezialisiert und erledigt für uns die Arbeiten die wir nicht selber machen können.

Der neue Benz hat ein Kühlwasserproblem und der alte knackt im Unterbodenbereich. Als erstes wurde das Kühlsystem vom Neuen abgedrückt und siehe da, ein Schlauch war undicht. Da wir aber mit dem Wagen noch unterwegs sein mussten haben wir auch immer mal wieder unter die Motorhaube nach dem Kühlwasserstand geschaut. Bei einer dieser Inspektionen fiel uns eine LED-Taschenlampe auf, welche auf der Einspritzeinheit unter dem Ansaugtrakt lag. Irgend ein Blindfisch am Bodensee hat wohl mal den Kühlwasserschlauch inspiziert und danach die Taschenlampe im Motorraum vergessen. Nun kann aber keiner genau sagen wann das war. Auch wir hatten schon mehrfach dort hin geschaut, die Lampe aber nie entdeckt. Bis auf heute.

Jedenfalls hat die getreue Lampe die lange Reise vom Bodensee nach Hannover mit uns mitgemacht und liegt nun mit frischen Batterien in meiner Werkstatt und wird die 1000 Km-Lampe genannt.

Wenn der Kühlwasserschlauch nicht an so einer engen Stelle gesessen hätte wäre der Ausbau auch kein Problem gewesen aber das war ein Fall für Leute mit ganz kleinen Fingern, also eigentlich nichts für mich. Trotzdem blieb es an mir hängen. Nachmittags habe ich den Schlauch aus dem brüllend heißen Motor ausgebaut und siehe da schuld war mal wieder der Blindfisch vom Bodensee. Da die Schelle an einer sehr bescheidenen Stelle sitzt und das Herankommen mit einem Schraubendreher nicht gerade einfach ist, ist der Spacken wahrscheinlich mit dem Werkzeug abgerutscht und hat den Schlauch perforiert. Ist schon ein Wunder, das wir die 660 Km vom Bodensee ohne Motorschaden überstanden haben.

Jedenfalls hatten wir Donnerstag einen neuen Schlauch verbaut und ich die Knoten in den Fingern.

Schlimmer kam es für den alten Benz. Das auch ein Mercedes mit den Jahren mal gammelt ist ja normal, aber das gleich die ganze Hinterachsaufhängung weg ist ist schon sehr beachtlich. Das Fazit von Meister Gerlach war dann auch:" Stehen lassen, keinen Meter mehr". So trug sich H-J mit dem Gedanken den alten als Teilespender abzustellen und noch einen neuen zu besorgen.

Meister Gerlach hat sich die Tage schon mal darangemacht nach Teilen zu suchen und die Hinterachse auszubauen. Der Witz an der ganzen Geschichte ist der, dass wir vor einer Woche eine fast komplette Karosserie verschrottet haben. Wäre das Problem eine Woche vorher aufgefallen hätten wir die Reparaturbleche noch da gehabt. So kommt nun wohl doch nur noch ein Neuteil für 350 Euro in Frage.

Nachdem letzte Woche die neuen Scheinwerfer angekommen waren wollte ich die auch gleich verbauen. Neben dem ganzen Schnick Schnack der am Daimler verbaut ist sind auch Scheinwerferwischer installiert. Der Umbau war eigentlich kein Thema. Nur bevor man die Wischerarme anbringt sollte man die Endstellung der Wischermotoren kontrollieren. Hierbei stellte sich heraus, dass der linke Wischermotor keine Endstellung hatte. Also folgerte ich daraus, dass der Motor kaputt ist und wir haben einen neuen bestellt. Nur leider war damit unser Problem nicht behoben. Auch der neue hatte keine Endstellung um den Wischerarm anbauen zu können. Somit konnte ich tiefer in die Materie eintauchen als mit lieb war. Da ich lange Jahre als Kfz-Elektriker gearbeitet habe war es schnell klar, das es nur ein Kabelproblem sein konnte. Also habe ich mir die Steckverbindungen am Scheinwerfer mal näher angeschaut und siehe da ein Kabel war abgegammelt. Auf den ersten Blick konnte man das nicht sehen, denn das Schutzrohr der Kabel geht in den Stecker hinein und verdeckt solche Fehler. Der Kellenschwinger vom Bodensee hatte die Karre ja mit Klarglasfunzeln bestückt, und in diesem Zuge hatte er auch die Scheinwerferwaschanlage außer Betrieb gesetzt. Ich habe also einen neuen Stecker angelötet (das wird bei Daimler so gemacht) und nun waschen und wischen die Wischer wieder wie am ersten Tag. Da der alte Wischermotor noch funktioniert steht der ab heute Mittag in der Bucht und soll uns helfen die Kosten zu reduzieren.

Mit Rost ging es am Freitag auch beim neuen Benz weiter. Im hinteren rechten Radkasten hatte mich schon in Langenargen (am Bodensee) ein Rostloch angegrinst und das sollte nun verschwinden. Also Rad runter, Unterbodenschutz entfernen, neues Blech zuschneiden und einschweißen. Um das auch von der Rückseite konservieren zu können  habe ich noch ein Loch hinein gebohrt, welches ich nach der  Hohlraumkonservierung mit einem Gummistopfen verschließen kann. Außen kam wieder reichlich Karosseriedichtmasse auf die Schweißnaht und anschließend Unterbodenschutz drauf. War alles in Allem eine Aktion von etwa einer Stunde.

Da  Hans-Jürgen den Wagen erst einmal für den täglichen Einsatz benötigt kann ich zur Zeit auch nur Kleinigkeiten machen. Zwischendurch mal den Keilrippenriemen wechseln oder wie am Samstag die Heckklappe entrosten und die untere Griffleiste reparieren und beides neu lackieren.

   

     

   

 
     
   

Wie immer verbringe ich das Wochenende damit auf Teile zu warten und Euch zu berichten.

Letzten Montag ging es mit dem Vorderwagen weiter. Nachdem ich die geflickte Stelle auf der linken Seite versiegelt und lackiert hatte kam die rechte Seite dran. Auch hier musste ich das alte Blech großflächig ausschneiden um mir aus dem gebrauchten Frontend eine entsprechende Stelle raus zu schneiden. Diese wurde eingepasst und verschweißt. Anschließen kam Karosseriedichtmasse von oben und unten auf die Nähte und von innen wurde grundiert und lackiert. Danach konnte ich die ganzen Anbauteile wieder einbauen.

Zuvor hatte ich allerdings Montagmorgen den linken Kotflügel erhalten , lackiert und angebaut. Um die Passung zu kontrollieren kamen auch der Scheinwerfer, Blinker und Scheinwerferblende wieder rein. Der Scheinwerfer wird wieder ausgebaut da wir neue Scheinwerfer bestellt haben. Ebenso bekommt der Benz vorn eine neue Stoßstange.

Nun konnte ich auch den rechten Kotflügel füllern und lackieren. Auch die neue, gebrauchte, Tankklappe wurde umlackiert und H-J hatte bei Daimler noch eine neue Griffleiste bestellt die nun auch ihre Farbe erhalten sollte.

Mittwoch bin ich nicht weitergekommen, da ich einen wichtigen Termin wahrnehmen musste und so hatte ich noch Donnerstag, Freitag und den Samstag für Montagearbeiten.

Als erste kam der neue Kotflügel dran und wurde eingepasst, was sich recht schwierig gestaltete, denn der war dermaßen verzogen, das es mir trotz vorhergehender Anprobe nicht möglich war das Spaltmaß zu Motorhaube 100%tig einzustellen. Aber ich denke ich habe einen guten Mittelweg gefunden. Hier ergab sich auch das Problem, das irgend ein Spezi den Wagen mal verkehrt ausgebockt hat und somit der Unterholm verzogen war. Das hatte zur Folge, dass ich richtige Probs hatte die Schwellerverkleidung wieder richtig anzubringen.

Problemlos dagegen verlief die Montage der Tür - und Kotflügelbeplankung. Hier hatten wir für viel Geld neue Clipse in der Sternfiliale besorgt und somit verlief der Anbau reibungslos.

Die neue Tankklappe war ja nun auch fertig und konnte montiert werden. In diesem Zuge habe ich auch gleich die hinteren Lampen gewechselt. Die sind auch neu, denn man kann von einem Maurer nicht erwarten, dass er sein Fahrzeug kennt und weiß wo es aufhört.  Mit diesem Wissen hat er beide Rückleuchten geschrottet und H-J durfte neue beschaffen.

Blieb mir nur noch die obere Griffleiste zu wechseln. Hierzu musste ich die Heckklappenverkleidung ausbauen um an die inneren Schrauben zu gelangen. Dabei konnte ich gleich die Verkleidung erneuern, denn unser Maurer hatte die zerstört.

H-J ist mal wieder im Kurzurlaub und ich sitze hier und warte auf Teile. Ich hoffe, dass am Montag die Stoßstange eintrifft und ich die lackieren kann, damit die am Fahrzeug ist, wenn H-J Dienstag wieder kommt.

     

     

     

 

 
     
   

Es ist mal wieder Sonntag und ich kann der Schraubergemeinde Neues berichten.

Die Woche begann mit der Ersatzteilbeschaffung. Am Wochenende hatten wir das Internet gequält um Teile zu finden. Wir brauchen ja vorn die beiden Radhäuser. Reparaturbleche gibt's im Internet nicht, aber dafür haben wir in Hannover eine kleine Hinterhofwerkstatt aufgetan, wo wir ein ganzes Frontend für den Benz bekommen haben. Hier bekamen wir auch die Scheinwerfer da wir die Klarglasfunzeln ja nicht mehr verwenden wollten.  Anschließend sind wir, waren ja gerade mal in der Gegend, noch zu 1Plus gefahren und haben das komplette Lacksortiment besorgt. Hans-Jürgens  Geldbeutel leidet seit dem unter Schwindsucht.

Wenn von Euch jemand etwas im Internet sucht und es nicht findet, der frage H-J. Der findet alles. So kam der am Dienstag auch mit einer kompletten Rohkarosse vom 124er T-Modell an. Das Ding stand in Gehrden bei Hannover, war ausgeschlachtet und der Vorbesitzer wollte es für ´nen €uro bei   E-Bay  loswerden da er nur das rechte hintere Seitenteil brauchte und ein Schrotti Ihm das Wrack nicht abnehmen wollte. Vermuten wir jedenfalls. So hat H-J das Gerippe für einen €uro ersteigert, ich einen Trailer besorgt und wir sind am Mittwoch hingeeiert und haben das Teil abgeholt. Aufladen war ja einfach; Die Jungs hatten eine Hebebühne. Das Abladen gestaltete sich dann doch etwas schwieriger als wir gedacht hatten. Wenn wir den Polo noch mit 4 Mann per Hand verladen konnten war das beim Benz nicht möglich. Einerseits ist die Karosse ja bekanntlich etwas größer und zum Anderen verwendet Daimler vielleicht auch stärkere Bleche. Wer weiß es schon. Jedenfalls hat das Abladen dann fast eine Stunde gedauert und meine Einfahrt sieht nun aus als wenn da ein Öltanker geplatzt ist. Was war passiert? Wir hatten angenommen, dass der Vorbesitzer den Wagen trocken gelegt hatte, also auch den Tank entleert hatte. Nee der hat uns noch etwas über 50 Liter Diesel drin gelassen und die sind beim Abladen durch die Kraftstoffleitungen auf die Straße und mein Einfahrt gepladdert. Schöne Bescherung. Somit sind wir am Mittwoch erst einmal dabei gegangen den restlichen Diesel abzupumpen und H-J `s Passat damit voll zu tanken. Anschließend hatten wir noch 20 Liter übrig die wir unserem neuen Nachbarn für `nen 10er angedreht hatten. Somit war die nächste Kiste "Betriebsmittel" (Bier) gesichert und der Passat kann erst  einmal wieder einen großen Bogen um die Tankstellen machen.

Donnerstag und Freitag waren Schrotttage. H-J hat den Benz in handliche Stücke zerlegt und am Freitag haben wir den zum Schrottplatz verfrachtet. Nun erinnern nur noch die Ölflecken an den Daimler. Schade es war ein wirklich rostfreies Auto das für Italien gebaut war, und dann wieder nach Deutschland gekommen war um in Helmstedt registriert zu sein. Das Kennzeichen war HE - RO 543. Ein HERO war er allerdings nicht, denn sein Dasein wurde durch die rote Umweltplakette beendet.

Gelohnt hat sich die Aktion für H-J allemal:

Karosserie kaufen....................1,50 € (mit 50 Cent Trinkgeld) *g*
30l Diesel im Passat........ca. 35,00 €
20l Diesel verkauft.................10,00 €
530Kg Schrott.........................58,30 €

Reingewinn...........................101,80 €

Die 58,30 € vom Schrottfritzen haben wir dann auch sofort bei der Metro in 4 Kisten Bier und eine Flasche Wodka eingetauscht um am Freitagabend mit dem Konsum der Getränke das Wochenende einzuläuten.

Aber auch an H-J `s Neuerwerbung ging es die Woche etwas weiter. Wir hatten ja die Roststellen in den vorderen Radkästen schon frei gelegt und nachdem ich Montag ein Frontend bekommen hatte konnte ich am Dienstag damit anfangen im linken Radkasten die kariöse Stelle heraus zu schneiden und mit einem Ersatzteil aus dem Frontend  zu reparieren. Anschließend kam Karosseriedichtmasse, Grundierung und Farbe drüber. Samstag sollte dann die rechte Seite dran kommen, aber das Gelage vom Freitagabend hat das verhindert. Somit habe ich am Samstag nur ein paar Kleinigkeiten erledigt.

Am Donnerstag sind die neuen Kotflügel eingetroffen und Freitag haben wir festgestellt, dass irgendein Blödmann den linken Kotflügel auf die Ecke an der A-Säule geknallt hat und das die nun völlig demoliert war. An der Verpackung war nichts zu sehen und somit war klar, dass MGR-Autoteile Ersatz liefern musste . Ein kurzer Anruf hat die Lage geklärt: Den kaputten Kotflügel verschrotten und am Montag erhalten wir kostenlosen Ersatz. Es gibt auch noch kulante Händler und darum stehen die hier auch auf der Empfehlungsliste der Teilelieferanten.

Samstag hatten wir in der Bucht nach einem rechten Innenradkasten gesucht und einen Schrauber in Hannover aufgetan. Nach einem Anruf haben wir uns auf den Weg gemacht und noch so einige Teile bekommen. Ich hatte ja geschrieben, dass man in Hannover nichts bekommt. Das ist falsch und ich nehme es hiermit zurück.

Nächste Woche geht es weiter und am nächsten Wochenende werde ich wieder berichten.

 

   

   

   

 

 
     
   

Moin Gemeinde,

es gibt mal wieder Neuigkeiten im Polohouse. Einen Mercedes Benz W124 T-Model. Nun fragt Ihr euch sicherlich was der hier zu suchen hat. Ganz einfach: Mein  Freund Hans-Jürgen hat sich dieses schicke Wägelchen in Langenargen, das liegt am Bodensee, gekauft und nun soll er wieder so richtig schick gemacht werden. Und da mich Hans-Jürgen bei meinem Poloprojekt kräftig unterstützt hat ist es nun an mir mich zu rächen. Aber der Reihe nach.

Letztes Wochenende hat H-J den Wagen im Internet gefunden und ihn nach einigem Zögern gekauft. Daraufhin sind wir am Donnerstag mit der ruhmreichen DB erst nach Stuttgart gefahren um nach einer Stunde Aufenthalt mit dem Interregio weiter nach Friedrichshafen und dann nach Langenargen zu fahren wo der Wagen stand. Der Verkäufer hat uns dann am dortigen Bahnhof getroffen und uns zu seinem Wagen begleitet. Nach einer kurzen Besichtigung wurde uns klar, das der Verkäufer falsche Angabe gemacht hatte. So wurde aus dem "Checkheftgepflegten" Wagen ein Fahrzeug für das es nur noch die letzte Reparaturrechnung gab. Auch die Rostfreiheit war nach einem Blick unter die Motorhaube schnell dahin, denn am linken Radkasten grüßte aus der Tiefe die braune Pest und im hinteren Radkasten grinste mich ein Rostloch an. Eigentlich hätten wir den stehen lassen sollen und uns wieder auf die Bahn schwingen und abreisen sollen. Aber H-J wollte den wohl unbedingt haben und so hat er den Kaufvertrag noch auf dem Parkplatz unterschrieben und den Wagen bezahlt. Obwohl der Wagen zugelassen war bestand der alte Besitzer darauf, dass wir rote Kennzeichen mitbringen. Diese hat er dann am Fahrzeug angebracht und seine alten Kennzeichen zweimal geknickt. (Was für ein Schwachsinn) Denn die brauchen wir ja in Hannover um den Wagen um zumelden. Also hätten wir die nur wieder gerade biegen und anzubringen brauchen. Bullshit, wir sind mit den roten gefahren und er hatte seine Ruhe.

Irgendwann fiel es jemanden auf, das wir zwar den Fahrzeugbrief aber nicht den Fahrzeugschein hatten. Den konnte der Verkäufer auch nach intensiver Suche nicht beibringen und so sind wir mit dem Versprechen uns den nach zu schicken ohne  losgefahren.

Nachdem wir voll getankt hatten ging es erst über Land- und Bundesstraßen durch das Allgäu Richtung Autobahn 7 und dann immer geradeaus nach Hannover. Alle 200 Km haben wir uns mit dem Fahren abgelöst wovon H-J die ersten und letzten 200 Kilometer hatte. Ist ja schließlich auch sein Auto und so konnte ich es mir auf den letzten 200 Km mit `nem Sixpack gemütlich machen. Alles in Allem hat uns der Benz aber sehr gut wieder nach Hause gebracht und wir waren um Punkt 23.00Uhr wieder daheim.

Der Freitag begann damit, dass wir erst einmal die geliehenen Schilder zurück bringen mussten. Anschließend sind wir zum Schrotti gefahren um nach Teilen für den Neuerwerb zu suchen. So brauchen wir vorn links einen neuen Blinker, hinten zwei neue Rückleuchten und an der Heckklappe ist der Griff beschädigt . Der muss also auch neu. Auch die Scheinwerfer sollen ausgetauscht werden, denn der Vorbesitzer hatte Klarglasfunzeln stümperhaft eingebastelt und die wollte   H-J nun wirklich nicht mehr haben. Aber auch nach Abwrackprämie und Neuwagenwahn gibt es für dieses Modell auf den hannoverschen Schrottplätzen keine Ersatzteile. Somit führte uns der weitere Weg in die nächste Daimlerfiliale um mit der Erkenntnis wieder heraus zu kommen, dass wir die Teile dann doch lieber über das Internet beschaffen. So hatte ich am Freitag Mittag schon einen kompletten Satz neue Blinker gefunden und die auch gleich für 17 Euronen gekauft.

Der Vorbesitzen hatte den Benz wohl nicht besonders lieb, denn als wir den abgeholt hatten sah der innen aus wie bei Hempels unter dem Sofa. Dem hätte eine kleine Zuwendung mit dem Staubsauger vor dem Verkauf gut getan, aber der Verkäufer-Faulpelz hatte sich die Arbeit lieber gespart und so ist es an H-J  dann Freitag Nachmittag hängen geblieben.

Seit Freitag Abend steht der nun bei mir auf dem Hof und ich konnte am Samstag damit beginnen den Vorderwagen zu zerlegen um an die Rostlöcher heran zu kommen. Also Stoßfänger ab, Scheinwerfer raus und die Kotflügel runter. Nun konnten wir das ganze Ausmaß des Rostbefalls sehen. Diese Erkenntnis führte dazu das wir beschlossen neue Stehwände zu kaufen und die partiell zu erneuern. Mit `nem einfachen Stück Blech ist es da nicht mehr getan. Im Internet haben wir da nichts gefunden, und so geht am Montag die Suche bei den hiesigen Ersatzteilhändlern weiter. Wenn es da auch nichts gibt kommt nur noch die Sternfiliale in Frage und original schätze ich die Teile mal auf schlappe 150 Teuros  pro Stück. Aber was soll's, der Wagen soll ja wieder Top werden.

Als H-J Freitag den Benz mit dem Staubsauger bearbeitet hat, hat er auch mal etwas tiefer geschaut und festgestellt, das die hinteren Fensterrahmen auch jede Menge Liebe vom Schweißgerät erhalten müssen. Soviel mal zum Thema "Rostfreiheit". Der Rost ist so frei über all an dem Wagen frei zu sein. Aber dafür bin ich ja da und weiß nun das ich da noch sehr viel Arbeit habe.

Nur mal so zum Warmwerden: Beide Stehbleche vorn neu, rechter Kotflügel neu, evtl. auch der Linke, Scheinwerfer neu, Blinker vorn neu, beide hinteren Fensterrahmen reparieren, Seitenteil hinten rechts entrosten und lackieren, beide Rückleuchten neu und auch der Fahrersitz braucht eine Heilbehandlung an der Verstellung. Da bin ich mal gespannt, was noch so alles kommt wenn wir tiefer in die Materie eindringen. Selbstverständlich kommt auch die komplette Lackarie auf mich zu. Motorhaube hat Einschläge und auch die Heckklappe bedarf der Lackerneuerung.

Ich wette mal dass das Arbeit für ein viertel Jahr wird.

Warten wir es ab, ich werde es Euch berichten.

 

 
 

   

   

 
     
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